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Wie eklig: Ungeziefer in der ersten Wohnung

Wenn Dein neuer Mitbewohner ein paar Beine zu viel hat und sich durch Dein Essen, Deine Kleidung und Deine Möbel frisst, wird es Zeit den Schädlingen zu Leibe zu rücken!

Keyfacts

Ungeziefer erkennen und identifizieren

Hausmittel zur Beseitigung von Motten, Kakerlaken und Co. testen

Fachberater anfragen - und erst dann, wenn es wirklich sein muss: Chemie

Ganz richtig, wir sprechen von Ungeziefer! Alleine der Name erzeugt Jucken, Kratzen und Zucken bei uns. Aber wir kommen nicht drumherum, dieses Thema zu besprechen. Denn einmal eingezogen, wird man Schädlinge nur schwer wieder los.

Die Frage ist: Woher kommt das Ungeziefer? Wurde da etwa der Putztag geskipped? Jedes Ungeziefer wird von anderen Quellen angezogen. Jedoch haben alle eines gemeinsam: Den Hunger auf offen stehende Nahrungsmittel! Wärme, Luftfeuchtigkeit und der Mensch an sich sind in den meisten Fällen Auslöser für die Besucher. Damit Du gar nicht erst vor vollendete Tatsachen gestellt wirst, findest Du hier eine Übersicht der Warnsignale:

  • Löcher in Kleidung oder anderen Textilien
  • Nistmaterial (z. B. Gräser, Stengel, Stofffasern)
  • Bisse oder Stiche auf der Haut
  • Larven
  • Insektenreste - zum Beispiel vertrocknete Kadaver oder Hautreste



Insgesamt gilt: Nicht jedes Ungeziefer ist "giftig" und bedrohlich. Trotzdem solltest Du Dich schnellstmöglich um die Auslagerung oder Beseitigung kümmern. Hier eine kleine Übersicht der verschiedenen Schädlings-Kategorien:

1.
Gesundheitsschädlinge und Parasiten sind die Tierchen, die Krankheiten und Seuchen übertragen können. Dazu zählen zum Beispiel Ameisen, Bettwanzen, Mücken, Nager und viele mehr.
2.
Vorratsschädlinge hingegen verschmutzen zwar unsere Lebensmittel (durch zum Beispiel Kot), werden aber eher als ungefährlich eingestuft. Hier stehen zum Beispiel Motten, Milben und Nager auf dem Plan.

3.
Materialschädlinge sind Organismen, die Materialien (Wolle, Pelze, Kabel, Holz,...) im besten Fall beschmutzen, im schlimmsten Fall zerstören. Neben Käfern, Motten und Würmern zählen auch Nager zu dieser Kategorie.

Wie gesagt, das ist nur eine erste Übersicht. Solltest Du andere Tiere entdecken, checke diese am besten sofort mit Fachleuten ab.

Womit wir auch schon zur nächsten Frage kommen: Was tun, bei Ungeziefer?

Es gibt ein paar Dinge, die Du selber in die Hand nehmen kannst und gegen die meisten Ungeziefer-Arten hilft:

  • Lebensmittel mit hohen Kohlenhydratgehalt wie z. B. Müsli, Reis und Brot immer in verschließbaren Dosen oder Gläsern aufbewahren
  • viel Lüften
  • frische Wäsche sofort wegräumen
  • Ritzen abdichten
  • Fliegengitter aufhängen
  • keine Essensreste stehen lassen
  • Vorratsräume lüften
  • Kleiderschränke nicht zu voll hängen



Je nach Ungeziefer gibt es auch ein paar spezifische Tricks.

Bettwanzen: Hier hilft es, alle Klamotten und Textilien einzupacken und für ca. drei Tage einzufrieren oder für mehrere Stunden starker Hitze auszusetzen (in die Sonne legen, in den Ofen packen - nur kontrolliert!). Eine 60-Grad-Wäsche des Bettzeugs und der Kleidung empfiehlt sich ebenfalls. Sollte Dein Schlafzimmer betroffen sein, solltest Du keine Gegenstände oder Textilien aus dem Schlafzimmer in andere Räume tragen! Stattdessen eher gründlich saugen. Im Idealfall setzt Du auch den Staubsaugerbeutel im Anschluss hoher Hitze oder Kälte aus. Da Bettwanzen von menschlichem Blut und Schuppen leben, solltest Du Dein Bett oft absaugen und neu beziehen.
Silberfische: Diese kleinen Tierchen können Dinge wie Lavendel, Zitrone oder Essig gar nicht riechen und suchen das Weite. Klebefallen hingegen helfen sie dingfest zu machen. Eine andere, rigorosere Variante ist die, sie mit Backpulver und Zucker zu füttern. Diese Mischung lieben sie, können sie aber nicht verdauen und sterben daran.
Ameisen: Hier ist es wichtig, das Nest ausfindig zu machen. Liegt das Nest ausserhalb Deiner Wohnung hast Du gute Karten. Einfach die Löcher in der Wand mit Silikon o.ä. abdichten und offene Lebensmittel wegräumen. Halte Deinen Mülleimer gut geschlossen und putze öfters über die Fläche, auf denen die Ameisenstraße zu sehen war - das zerstört die Duftstoffe, die die Sechsbeiner zur Routenfindung brauchen. Auch Ameisen hassen den Geruch von Lavendel und Zitronensaft. Außerdem sind sie keine Fans von Zimt, Kerbel, Farnkraut oder Essig.
Motten: Auch bei Motten ist das Nest entscheidend. Um so schneller Du es findest und entfernst - um so besser! Sollten die Biester in Deiner Kleidung hängen, hilft auch hier Kälte und Hitze. Zudem sind Lavendelsäckchen optimal, um sie fernzuhalten. Fliegengitter und Lüften helfen dabei, die ungewollten Gäste fernzuhalten. Sollten sich Lebensmittelmotten eingeschlichen haben, entsorge die Lebensmittel. Erwecke Deine innere Marry Poppins und saug und putz was das Zeug hält. Sollten weiterhin Motten schlüpfen, können dir Schlupfwespen weiterhelfen. Der Name klingt erstmal gefährlich - sind sie aber nicht. Diese harmlose Wespenart zerstört nämlich die Mottenlarven, um ihre eigenen Larven in die Eier zu legen. Klingt eklig, ist aber äußerst effektiv! Und nein, diese Wespenart kann nicht stechen oder fliegen und sind kaum mit dem bloßen Auge zu erkennen.
Holzwurm: Ein berüchtigter Gegner im Haushalt. Feuchtigkeit und Wärme rufen den Holzwurm auf den Plan. Daher gilt: Nicht zu nass putzen, Holzmöbel möglichst trocken abwischen und gut lüften! Solltest Du einen Holzwurm in einem Gegenstand bemerken, können Eicheln helfen. Einfach ein paar Eicheln um den Gegenstand legen. Sobald kleine Löcher darauf zu entdecken sind, diese entsorgen. Damit ziehst Du den Holzwurm umweltfreundlich um.
Flöhe: Vor allem die Tierbesitzer kennen sie: Flöhe. Da diese meist durch die eigenen Haustiere in die Wohnung geschleppt werden, gilt hier: Behandele Dein Haustier als erstes! Danach reinige, sauge und wasche alle Oberflächen. Textilien sollten bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.
Hausstaubmilben: Diese Bewohner wirst Du leider nie komplett los werden. Vor allem Allergiker kämpfen täglich mit diesem Begleiter. Hier können Schutzbezüge für das Bett helfen. Idealerweise werden nicht zu viele Pflanzen in das Schlafzimmer gestellt, da diese Luftfeuchtigkeit erzeugen. Daher gilt auch hier: Lüften und Saugen was das Zeug hält.
Eines sollte an dieser Stelle noch gesagt sein: Das hier sind nur die Klassiker - natürlich gibt es unterschiedliche Ungezieferarten, die sich in Wohnungen einschleichen. Wenn Du Dir unsicher bist, oder das Ausmaß zu groß wird, ruf einen Kammerjäger an. Diese werden Dich beraten und können im Zweifel die Arbeit übernehmen.

Fazit

Wichtig ist: Ruhe bewahren. Bevor Du die Chemiekeule schwingst, informier Dich über Deine unerwünschten Mitbewohner. Oftmals lassen sie sich durch Hausmittel vertreiben und Du brauchst Deine Gesundheit gar nicht mit Chemie belasten.

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