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Kein Plan vom Mietvertrag? Verschaff' Dir den Durchblick

Die erste Wohnung ergattert und jetzt hockst Du vor dem Mietvertrag. So viel Kleingedrucktes. Mit diesen Tipps bekommst Du den Durchblick und vermeidest böse Überraschungen.

Keyfacts

Sieh genau hin:

Achte auf Details im Mietvertrag, wie Personenzahl, Haustiere und Größe der Wohnung

Hinterfrage:

Nicht alles ist so gut wie es klingt - beispielsweise die Kündigungsausschlussklausel

Suche Alternativen:

Schuldenfrei durch Ratenzahlung

Fragen? Verstehst Du etwas nicht, frag einfach beim Vermieter nach. Der Vertrag soll euch schließlich beide glücklich machen.

Uralt und verstaubt: Achte darauf, dass Dein Vermieter nicht die Vorlage von 1890 für den Mietvertrag nimmt. Denn hier sind oft Lücken und diese können für Dich als Mieter unvorteilhaft sein. Hier ein Beispiel für einen Mustermietvertrag vom Deutschen Mieterbund e.V.: https://www.mieterbund.de/service/mietvertrag.html

Sind alle da? Sieh nach, ob auch wirklich alle Personen im Vertrag stehen, die einziehen. Das ist wichtig für eure Rechte und Aufgaben. Übrigens: Lässt Du einfach Deinen Kumpel mit einziehen, ohne es Deinem Vermieter zu sagen, bekommst Du im Worst Case die Kündigung. Auch potenzielle und bestehende Haustiere sollten in Deinem Mietvertrag geregelt werden.

Kein Fake? Ist die Wohnung so wie beschrieben? Stimmen Größe und Ausstattung? Falls die Wohnung um mehr als 10 % kleiner ausfällt, als der Vermieter im Vertrag angibt, kannst Du Dich dagegen wehren. Du kannst zum Beispiel eine Mietsenkung verlangen.

Kleine Details: Auch Dinge, die mitvermietet werden, sollten im Vertrag stehen. Das sind zum Beispiel Küche, Kellerabteil, Dachboden und Parkplatz. Was sagt dein Mietvertrag über Schönheitsreparaturen? Sieh am besten nach, ob alles da ist und funktioniert. Fallen Dir Mängel auf, mach ein Foto zur Dokumentation und zeig es Deinem Vermieter. Das im Nachhinein zu klären, ist schwierig und nervenaufreibend.

Miete auf Zeit: Bist Du gerade dabei, einen Zeitmietvertrag zu unterschreiben? Dann schau nochmal genauer nach dem Grund für die Befristung. Denn für Dich als Mieter ist so ein Vertrag meistens uncool. Bei Eigenbedarf des Vermieters beispielsweise, musst Du einerseits nach der Zeit ausziehen und kannst andererseits nicht vorher kündigen. Ist jedoch kein vernünftiger Grund im Vertrag angegeben, wird automatisch ein unbefristeter Vertrag daraus.

Falle Kündigungsausschlussklausel: Du bleibst bis zu 4 Jahren in Deiner Wohnung - klingt doch mega! Allerdings ist das leider ein Trick des Vermieters. Denn rechtlich gesehen kann Dir der Vermieter sowieso nur mit triftigem Grund kündigen (zum Beispiel Eigenbedarf) - und das kommt sehr selten vor. Du als Mieter darfst ohne diese Klausel jederzeit mit einer Frist von 3 Monaten kündigen. Kurz gesagt: Mit der Klausel bist vor allem Du bis zu 4 Jahre an die Wohnung gebunden und darfst nicht kündigen.

Vorsicht bei Staffel- oder Indexmiete: Bei einer Staffelmiete steigt Deine Kaltmiete stufenweise an. Unterschreibst Du eine Indexmiete, erhöht sich Deine Miete je nachdem, um wie viel Geld die Lebenshaltungskosten in Deutschland steigen. Dein einziger Vorteil an der Sache ist, dass der Vermieter nicht über die Staffeln oder den Preisindex hinaus die Miete erhöhen darf. Dies gilt auch dann, wenn das Mietenniveau ansonsten viel höher liegt. Der große Nachteil ist jedoch, dass Deine Miete auf jeden Fall ansteigt und Du am Ende wahrscheinlich mehr zahlst, als bei einem normalen Mietvertrag.

Geldberg Kaution? Die Kaution ist mit maximal 3 Nettokaltmieten ganz schön teuer. Sie ist eine hinterlegte Sicherheit für den Vermieter. Vermeide den riesigen Geldberg, indem Du diese innerhalb von 3 Monaten als Raten abzahlst.

Pünktlich wie die Maurer: Die Miete muss bis zum 3. Werktag eines Kalendermonates, im Voraus, an den Vermieter gezahlt werden. Idealerweise richtest Du einen Dauerauftrag ein, damit geht Dir nichts durch die Lappen. Aus den Augen, aus dem Sinn.

Mach den Check: Wenn Du Dir nach diesen Tipps noch unsicher mit Deinem Mietvertrag bist, lass Dich einfach beim Deutsche Mieterbund e.V. (DMB) oder örtlichen Mieterverein beraten. Dort kannst Du anrufen oder die Online-Beratung wählen (beides kostenpflichtig).

Fazit

Mietverträge sind für beide Parteien wichtig, um sich abzusichern. Meistens sind diese auch Standardformulare, die die Vermieter quasi recyceln. Trotzdem lohnt sich für Dich ein genauer Blick, damit Du nicht auf mögliche Fallen des Vermieters reinfällst.

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